„Cycling Cities“ – ein motivierender Film von Ingwar Perowanowitsch

Ingwar Perowanowitsch, Radreisender, Vortragsredner und Journalist, hat nun den Film zu seinem neuen Projekt „Cycling Cities“ kostenfrei online gestellt: https://youtu.be/R5jQc1jXLAU?si=SAZSHW9nQx5WjbNV.

Der Aktivist und Filmemacher war schon 2024 mit dem Fahrrad zum Klimagipfel in Baku gefahren, seine Dokumentation „Mit dem Fahrrad nach Aserbaidschan“ kann man ebenfalls auf Youtube sehen (Trailer: https://youtu.be/vuIVXi5Qi70?si=0m0Rt5DXxokIyws3).

Vieles sah und erlebte er auf dieser Reise, fahrradfreundliche Städte waren eher nicht dabei. Aber es gibt sie, die schönsten Fahrradstädte Europas, und so entschloss er sich 2025 zu einer weiteren Radreise: von Freiburg im Breisgau fuhr er mit Fahrrad zunächst nach Paris, dann weiter über das belgische Gent, Amsterdam und Utrecht in Holland zurück nach Deutschland, wo er Hamburg durchquerte und schließlich Kopenhagen in Dänemark erreichte.

Perowanowitsch ist dabei ein faszinierender Reisefilm gelungen, der gleichzeitig Lust aufs Radeln und Mut macht, sich nicht vom derzeitigen Backlash gegen alles, was irgendwie mit Klimaschutz zusammenhängt, entmutigen zu lassen.

In Paris zeigt der junge Autor, wie sich die im Autoverkehr erstickende Seine-Metropole binnen weniger Jahre durch das entschlossene Handeln der Bürgermeisterin Anne Hidalgo wandelte; in Gent, wie die Stadt ergrünt ist. Aus Amsterdam – das ja schon lange als Radfahr-Dorado gilt – holt er historische Aufnahmen aus den 70er Jahren hervor, in denen es Kinder-Proteste waren, die die damals ebenfalls „autogerechte“ niederländische Hauptstadt entschleunigt haben und fahrradfreundlich machten, und wie das bis heute andauert.

Das Highlight, die fahrradfreundlichste Stadt überhaupt, erlebt Perowanowitsch in Utrecht, wo z.B. eine Autobahn in einen Kanal umgewandelt wurde und heute Tausende von Radlern die ganze Innenstadt gleichzeitig leise und lebhaft machen. Zurück in Deutschland folgen natürlich Ernüchterung, aber auch Fortschritte – sogar in der Millionenmetropole Hamburg. In Kopenhagen beeindrucken schließlich vor allem die Fahrradbrücken.

Überall findet der Aktivist fachkundige Gesprächspartner , die mit ihm die Wege und Anstrengungen dieser Transformationsprozessen besprechen. So schreibt z.B. Marco de Brömmelstroet, Verkehrsplaner in Amsterdam, deutschen Politikern ins Stammbuch: „Wenn Du als Politiker […] Widerstand fürchtest, hast Du den falschen Beruf gewählt.“

Der Film will aber nicht nur aufrütteln, er enthält auch wundervolle Bilder, und, nicht zuletzt, erlebt man den Autor, Ingwar Perowanowitsch selbst immer positiv, immer aktiv und motivierend.

Daher sollte der Film eigentlich Pflichtprogramm für alle Verkehrsplaner deutscher Städte sein, die viel zu häufig vor den Hürden und den lauten Status-Quo-Bewahrern einknicken.

Aber so lange er das nicht ist: schaut ihn euch an; ihr erlebt die Win-Win-Stituation, dass er nichts kostet und dennoch gut unterhält und Mut macht. https://youtu.be/R5jQc1jXLAU?si=SAZSHW9nQx5WjbNV.

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